Die Unterkunft im „Pandan Laut Beach Resort “

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Angekommen, ist natürlich das spannendste, welche Katze im Sack man nun in puncto Unterbringung gekauft hat. Zu erwarten war, dass es nicht mehr ganz so pompös wie der unverhoffte Deluxe-Room im Sutra Beach Resort ausfallen wird. Es ist etwas kleiner, aber durchaus ganz ok. Hier lässt’s sich schon mal aushalten. (Nachdem dann der erste Schock nach dem Schaben-Kontakt im Bad überwunden war …)

 
 

Das obligatorische Umräumen der Zimmereinrichtung bleibt natürlich nicht aus. Die Leute, die solche Unterkünfte ausstatten und einrichten, ich weiß nicht, was die sich denken. Da kommt doch kein Mensch zurecht! Zuerst musste mal der Kühlschrank verschoben werden, um als Unterbau für das Schränkchen zu dienen. Wie bitte schön soll denn sonst das Stromkabel des Wasserkochers zur Steckdose reichen? Und Wasserkocher geht mit Instantnudeln nun mal Hand in Hand. Unter den Kühlschrank ist wahrscheinlich seit 10 Jahren kein Scheuerhader mehr gekommen; da kam etwas Dreck zum Vorschein – und ein Gecko. Der meinte dann, dass er jetzt ganz schnell die Wand langflitzen muss, um im Sicherungskasten sicherer zu sein. … der ist jetzt immer noch dort drin … oder vielleicht ist er in einen großzügig bemessenen Kabelschacht geflüchtet, der irgendwo hin rausführt. (Und logischerweise ja auch reinführen muss … oh-ooh, na hoffentlich ist das keine Viehzeughauptverkehrsstraße.) Dem Unterkühlschrankschmutz hab ich mich dann mal höchstselbst angenommen. Aller Branzl ging leider nicht weg und die gestalterisch klaffende Lücke musste ja auch noch geschlossen werden: da gab’s diesmal kein Pardon mehr für den Gebetsteppich, der dient jetzt als Auskleidung der Speisekammer. Sieht ja aber auch wirklich ganz hübsch aus das Ding.

 
 

Ach ja, das Bad. Ich würde das ja eher als „Kompaktnasszelle“ bezeichnen … Ist hier offenbar so Brauch. Man setzt halt den Boden immer komplett unter Wasser. Wenn nicht, hat man was falsch gemacht; das ist normal so. Man kann da drin auch kein Handtuch oder die Waschtasche aufhängen, denn alles wird klitschnass. Und dabei ist dieses Exemplar hier noch geräumig! Es gab eine in Kuala Lumpur, die war halb so groß. So in etwa stelle ich mir das auf der ISS vor. (Ok, ist Quatsch, die haben dort natürlich keine Duschen.)

 
 
 
 

Ach und a propos Dusche: wäre natürlich ein Wunder gewesen, wenn die in Ordnung gewesen wäre. Aber da sprutzt natürlich auch ein Strahl erstmal so quer, dass man vollends chancenlos ist, irgend etwas trocken zu lassen. Bin ich in solchen Momenten froh, dass ich Klebeband dabei hab: damit ließ sich der Strahl überreden, wenigstens nur noch nach unten zu sprutzen. … wieviel zahl’ ich hier eigentlich noch mal die Nacht? Mann, mann, mann …

 
 

Bei so viel Planscherei ist man natürlich besser beraten, wenn man das Handtuch gleich irgendwie draußen lässt. In weiser Voraussicht hat man für solche Fälle natürlich Saughaken im Expeditions-Programm, die guten Rubytec Mammoth. Die alleine hätten bei diesem schwierigen Fall hier allerdings diesmal auch versagt, denn wir haben es zu allem Überfluss auch noch mit Handtüchern ohne Schlaufen zu tun. Da damit die Bequemlichkeit natürlich massiv in Gefahr ist, muss man wieder mal selbst für Luxus sorgen, indem man auch gleich noch die passenden Anzwickschlaufen mit im Gepäck hat. Na geht doch!

 
 
 
 

Bei der Elektrik das übliche: wieder ein Grund, das eigene Besteck mit dabei zu haben. Damit lässt sich wunderbar diese Gängelei mit diesem „Ich muss meinen Zimmerschlüssel immer in die Wand stecken, um den Strom anzuschalten“ umgehen. Ich frag mich was das soll. Gerade wenn ich doch mal außer Haus gehe, möchte ich ja, dass meine elektrischen Geräte in der Zwischenzeit den Akku geladen bekommen. Oder der Kühlschrank; soll denn der da ausgehen? Da braucht man nämlich auch gar keinen erst. Und überhaupt, wenn, dann müsste das eher umgedreht sein: wenn man da ist, soll der Kühlschrank aus und ruhig sein und wenn man weg ist, soll der loslegen und kann Rabatz machen.

 
 
 
 

Meine grandiose Idee, eine Unterkunft mit einem Kühlschrank zu mieten, entpuppte sich deswegen nachher sowieso als praktisch unnötig, weil sinnlos: (1) ich habe eh nix, um’s in den Kühlschrank rein zu tun, (2) ich würde in den dreckschn Griebl wahrscheinlich sowieso nix rein tun, (3) ich würde den eh nicht an machen, denn der brummt ja sonst ständig.

Hier sind sowieso schon jede Menge nervige Geräusche. Das mit dem Pandan Laut Beach Resort war wahrscheinlich ernst gemeint.

  • Morgens wird man unverhofft mit schallender Musik geweckt – aber wenigstens halbwegs erquickliche.
  • Dann wurde hier ’ne Schulklasse ausgekippt, die wahrscheinlich gerade Strand-Exkursion übers Wochenende hat und der Oberlehrer gibt Anweisunge per Megaphon – welches natürlich zusätzlich für den ein oder anderen Schabernack diverser Bengel in der Klasse mit herhalten muss.
  • Dann rechen die Leute hier ’ne Menge Laub. Sssschrt, sssschrt, sschrt … und ich hab den Eindruck, dass die das nachher verbrennen, statt zu kompostieren. Da kommt Freude auf, bei den CO₂-Fanatikern!
  • An der benachbarten Landstraße sausen stets wilde Motorradfahrer und andere Knatterer herum.
  • Das Grillenkonzert abends ist wirklich so krass, das tut schon weh in den Ohren. Man denkt, es quietscht irgend ein Getriebe.

  • So was ähnliches quietscht auch tagsüber ständig in quälender Rhythmik.

    Ich vermute ja, das könnte der WLAN-Router sein, wenn er gerade wieder ein Byte übertragen hat, denn:

Das vorher hier angepriesene WLAN, ist leider praktisch nicht existent. Da wünscht man sich sein 56 k-Modem zurück! Zum Glück hab ich wenigstens ’ne malaysische SIM-Karte mit Datentarif, die ich in den Laptop stecken kann. Da bin ich echt noch mit zwei Balken Empfang in EDGE-Land besser dran als mit diesem sogenannten „WLAN“ hier …

 
 
 
 

Aber naja, die haben ja hier dafür auch ’nen Strand … hatte ich das eigentlich schon erwähnt?

 

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