Der Beach-Boy geht surfen

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Surfen! Also jetzt wirklich ganz normales, richtiges Surfen. Kein Wind-Surfen, kein Kite-Surfen, kein Internet-Surfen, oder was sonst noch alles ... Surfen.

 
 
 
 

Das könnte mir als Sport vielleicht sogar wirklich gefallen, aber: ich bin offenbar für jede Art von Sport total ungeeignet. Ich habe einfach nur Schmerzen! Ich bekomme ja schon blaue Flecke, wenn ich nur bei der Trockenübung auf dem Surfbrett liege.

 
 
 
 

Vom Anfassen des Bretts, bekomme ich Blasen an den Fingern. Dann soll man sich aufs Brett schwingen, dadurch scheuere ich mir aber die Kniescheiben wund und seitlich am Knie bekomme ich ebenfalls blaue Flecken. So kann ich mich vor lauter Schmerzen gar nicht auf die eigentliche Sache konzentrieren – und die ist für mich schon schwer genug: die Technik selbst ist zwar so einfach, dass ich die nicht mal als besondere Technik bezeichnen würde, aber man muss, um einen Stand auf dem Brett zu machen, im Prinzip Liegestütze und Kniebeuge können. Und das ganz schnell hintereinander; je schneller man dabei ist, desto leichter wird es. Und da hab ich ganz einfach verloren. Das mache ich drei, vier mal und dann sind meine Kräfte am Ende. Dann sind aber erst 10 Minuten vergangen vom zweistündigen Surf-Kurs und ich plumse den Rest der Zeit einfach nur erschöpft ins Wasser.

Das Meerwasser selber macht irgendwas mit meiner Nasenschleimhaut: mir läuft einfach ständig nur die Rotze! Ich wusste gar nicht, dass meine Nase so schnell so viel Schleim produzieren kann. Falls also demnächst in den Nachrichten irgend etwas von einem unerklärlichen Wal-Sterben o.ä. berichtet wird: das liegt einfach daran, dass etwa die Hälfte des Indischen Ozeans jetzt aus meinem Nasenschleim besteht.

 
 
 
 

Wenn ich dann so dauernd ins Wasser plumse, sieht das für die Lehrer von außen betrachtet natürlich so aus, als würde ich es nicht richtig machen (was ja auch stimmt), woraufhin man mir dann schlaue Tipps gibt, wo ich wann wie besser auf dem Brett stehen müsste, dass es klappt. Ja das wäre auch alles überhaupt gar kein Problem, wenn man nur einfach die entsprechende Schnellkraft besitzen würde. Schade, dass man, um Sport zu machen, immer vorher schon sportlich sein muss. … und scheinbar auch schmerzunempfindlich. Für meine nächste Surf-Stunde brauche ich unbedingt langes Beinkleid was die Knie polstert, reibe die erwartungsgemäß am meisten strapazierten Stellen mit Voltaren ein und werfe mir vorsorglich schon mal eine Ibuprofen hinter die Kiemen. Das ist so die maximale Dröhnung, die ich grade aus meiner Reiseapotheke improvisieren kann und ich hoffe, die hilft mir dann über die zwei Stunden hinweg, während ich versuche, an Sport Spaß zu haben.

 
 
 

1 Kommentar

  1. Immer schön an „Krieger Nr. 2“ denken, wenn man erst einmal es geschafft hat aufzustehen

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